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Wirtschaftlichkeit
Pflegeheim Rating Report 2007
Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung Essen, die ADMED GmbH und das Institute for Health Care Business GmbH (HCB) haben jüngst den „Pflegeheim Rating Report 2007“ veröffentlicht. Hier einige wesentliche Ergebnisse:
Situation der Heime verbessert
In den Jahren 2003 bis 2005 hat sich die wirtschaftliche Situation der deutschen Pflegeheime verbessert. Allerdings sind noch 13 Prozent der untersuchten Pflegeeinrichtungen von der Insolvenz bedroht, während fast 71 Prozent im „grünen Bereich“ liegen. Innerhalb Deutschlands gibt es allerdings große regionale Unterschiede. So weisen etwa Heime in Ostdeutschland signifikant schlechtere Werte auf als Heime im Westen.
Mehr Transparenz erforderlich
Aus Sicht der Wissenschaftler ist eine deutliche Erhöhung der Transparenz über die Pflegequalität notwendig. Ein Qualitätswettbewerb zwischen Heimen zu Gunsten der Pflegebedürftigen könne derzeit noch nicht stattfinden. Ebenso wenig könne das Preis-Leistungs-Verhältnis objektiv beurteilt werden.
In diesem Zusammenhang spricht sich die Studie für eine weitgehende Freigabe der Preise von Pflegeheimen aus. Durch die hohe Eigenbeteiligung des Pflegebedürftigen an den Pflegekosten sei die Pflegenachfrage preissensitiv. Konsequenz: Pflegesatzverhandlungen in ihrer derzeitigen Form seien überflüssig.
Kettenbildung wahrscheinlich
Laut Studie würden Pflegeheime auf lange Sicht mit dem Finanzierungsengpass bei der Pflegeversicherung und der Sozialhilfe konfrontiert werden. Der zunehmende Preisdruck erfordere eine effizientere Leistungserbringung. Vor diesem Hintergrund sei eine verstärkte Bildung von Pflegeheimketten zu erwarten.
Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie im Internet unter www.rwi-essen.de => RWI-Publikationen => RWI: Materialien.





